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Bow-Tie AI

Projektübersicht Beispiele Methode
Methodenablauf

1 / 5Top-Event definieren

Bow-Tie-Risikoanalyse AI

Barrieren-basiertes Risikomanagement: Gefahr & Top-Event · Bedrohungen · Barrieren · Konsequenzen · Eskalationsfaktoren · Formblatt

Arbeitsphasen
Bow-Tie AI
Methode
Aktuelle Phase 7 von 7

Grün bedeutet: Inhalte vorhanden. Die aktive Phase zeigt die aktuelle Ansicht. Beides ist keine fachliche Freigabe.

7 · Formblatt

Die komplette Bow-Tie-Analyse auf einem DIN-A4-Querformat-Blatt — Optik in Anlehnung an das A3-Problemlösungsblatt.

QuerformatDIN A4

PDF & PNG: kostenlos für alle · Weitere Exporte: nur für Kunden · JSON: nur VIPs, Admins und Superadmins

Bow-Tie-
Analyseblatt

Gefahr / Gefahrenquelle: Sterile Herstellung/Inverkehrgabe injizierbarer Methylprednisolon-Präparate: Mikroorganismen können Patienten direkt über Injektion erreichen.
Top-Event (Kontrollverlust): Nicht sterile Injektionschargen passieren die Qualitätskontrolle und werden für klinische Anwendung verteilt.
Beeinträchtigung / Schaden: Ausbruch schwerer Pilzinfektionen nach verunreinigten Injektionen mit Todesfällen und langwieriger Behandlung.
Analyst / Team: Interdisziplinäres Muster-Team, quellenbasierte Rekonstruktion
Datum / Revision: 2026-10-25
Umfang: 10 Bedrohungen · 10+8 Barrieren · 8 Konsequenzen
1

Bow-Tie-Diagramm

Bedrohungen (Threats)
▸ B1 · Mikrobiologische Belastung in Reinraumumgebung bleibt bestehen. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B2 · Aseptische Arbeitsschritte ermöglichen Eintrag von Schimmelsporen. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B3 · Oberflächen- und Raumreinigung ist unzureichend wirksam. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B4 · Warnbefunde aus Umgebungsmonitoring werden nicht eskaliert. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B5 · Chargen werden trotz unzureichender Sterilitätsabsicherung freigegeben. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B6 · Behälter-/Verschlusssystem gefährdet sterile Integrität. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B7 · Herstellumgebung trennt unreine und sterile Materialflüsse unzureichend. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B8 · Ausrüstung oder Ausgangsstoffe tragen Bioburden ein. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B9 · Unklare Verantwortlichkeit für Stoppen der Produktion verzögert Entscheidung. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
▸ B10 · Rückverfolgbarkeit reicht für schnellen patientenbezogenen Rückruf nicht aus. Untersuchungsbezogener Gefährdungspfad bzw. ergänzende Szenarioannahme.
Präventive Barrieren
▸ P1 · Risikoabhängiges Environmental Monitoring mit klaren Action-/Alert-Grenzen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P2 · Aseptische Prozesssimulation und Qualifikation kritischer Eingriffe. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P3 · Validierter Reinigungs-/Desinfektionsplan mit Sporizid-Strategie. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P4 · Verbindlicher Sperr- und CAPA-Workflow bei EM-Trends. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P5 · QS-Freigabegate mit vollständigem mikrobiologischem Nachweispaket. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P6 · Container-Closure-Integrity und Transportstress validieren. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P7 · Reinraumfluss, Druckkaskade und Schleusenabläufe testen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P8 · Risikogerechte Wareneingangs-, Bioburden- und Sterilisationskontrollen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P9 · Q-Person mit unabhängigem Freigabe-/Sperrrecht definieren. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ P10 · Lot-to-customer-Liste und simulierte Rückrufübung vor Freigabe. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
TOP-EVENT · KONTROLLVERLUST
Nicht sterile Injektionschargen passieren die Qualitätskontrolle und werden für klinische Anwendung verteilt.
Gefahr / AusgangssituationSterile Herstellung/Inverkehrgabe injizierbarer Methylprednisolon-Präparate: Mikroorganismen können Patienten direkt über Injektion erreichen.
Reaktive Barrieren
▸ R1 · Sofortige Chargensperre und Vertriebsstopp. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ R2 · Frühwarnung an behandelnde Einrichtungen und klinische Diagnostik. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ R3 · Gezielte klinische Risikoabklärung der exponierten Patienten. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ R4 · Koordinierte Behandlungsempfehlungen durch zuständige Gesundheitsbehörden. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ R5 · Schnelle Rückverfolgung und Warnung an Patienten/Einrichtungen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ R6 · Rückrufmanagement mit Abgleich aller Auslieferungen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ R7 · Unabhängige Untersuchung und Ursachenanalyse. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ R8 · Behördliche Eskalation, Feldkorrektur und Wirksamkeitskontrolle. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
Konsequenzen
▸ K1 · Patient bekommt kontaminierte Injektion. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ K2 · Invasive Pilzinfektion nach Verabreichung. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ K3 · Schwere neurologische und systemische Komplikationen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ K4 · Stationäre Behandlung über längere Zeit. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ K5 · Todesfälle unter exponierten Patienten. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ K6 · Umfangreicher chargenübergreifender Rückruf. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ K7 · Vertrauensverlust und behördliche Maßnahmen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ K8 · Andere ausgelieferte Chargen gefährden weitere Einrichtungen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
2

Eskalationsfaktoren – was schwächt eine Barriere?

EskalationsfaktorEskalationsfaktor-BarriereSeite
Ungenügende Inspektions-/MonitoringqualitätUnabhängige Stichprobe und Trendkontrollelinks (präventiv)
Schutzsystem wird durch organisatorische Abweichung überbrücktSperrgate und dokumentierte Eskalationlinks (präventiv)
Mehrere gleichzeitige Fehler verkürzen die EingriffszeitKombinierte Worst-Case-Prozesssimulationlinks (präventiv)
Alarm erreicht entscheidende Rolle verspätetDirektalarmierung und Eskalationsübungrechts (reaktiv)
Verantwortlichkeiten im Notfall sind nicht eindeutigRACI und Notfallstabübungrechts (reaktiv)
Folgebetroffene bleiben mangels Rückverfolgbarkeit unerkanntEreignisbezogenes Tracking mit Wirksamkeitskontrollerechts (reaktiv)
Übergreifende Sicherungsmaßnahmen
▸ S1 · Freigaberelevante Barrieren und Alarmwege mit verantwortlichen Rollen abgleichen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ S2 · Gefährdungsszenarien inklusive Sonderbetrieb und menschlicher Entscheidungen testen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ S3 · Änderungsmanagement und Training in definierte Abnahme einbeziehen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ S4 · Prüfprotokolle mit Abweichungen und Abstellnachweisen verknüpfen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ S5 · Nachsorge-, Melde- und Rückruf-/Notfallketten regelmäßig üben. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ S6 · Unabhängiges Managementreview der offenen Risikopfade dokumentieren. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ S7 · Barrierenversagen einschließlich gemeinsamer Fehlerursachen prüfen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
▸ S8 · Untersuchungsfakten und didaktisch angenommene Betriebsdaten trennen. Prüf- oder Wirkungsnachweis im realen Unternehmen erforderlich.
Bow-Tie-Analyse (Barrieren-basiertes Risikomanagement) · Gefahr → Top-Event → Bedrohungen/Barrieren → Konsequenzen → Eskalationsfaktoren → Maßnahmen5.11.2026

Bow-Tie · Maßnahmen und Abschluss

Top-Event: Nicht sterile Injektionschargen passieren die Qualitätskontrolle und werden für klinische Anwendung verteilt.
3

Abgeleitete Maßnahmen zur Barrieren-Verbesserung

MaßnahmeKategorieVerantwortlichTerminStatus
M1: Risikoabhängiges Environmental Monitoring mit klaren Action-/Alert-Grenzen. Anlass B1: Mikrobiologische Belastung in Reinraumumgebung bleibt bestehen.Vorbeugende MaßnahmeTechnische Qualität / SicherheitVorgeschlagen
M2: Aseptische Prozesssimulation und Qualifikation kritischer Eingriffe. Anlass B2: Aseptische Arbeitsschritte ermöglichen Eintrag von Schimmelsporen.Vorbeugende MaßnahmeOperativer FachbereichVorgeschlagen
M3: Validierter Reinigungs-/Desinfektionsplan mit Sporizid-Strategie. Anlass B3: Oberflächen- und Raumreinigung ist unzureichend wirksam.Vorbeugende MaßnahmeTechnische Qualität / SicherheitVorgeschlagen
M4: Verbindlicher Sperr- und CAPA-Workflow bei EM-Trends. Anlass B4: Warnbefunde aus Umgebungsmonitoring werden nicht eskaliert.Vorbeugende MaßnahmeOperativer FachbereichVorgeschlagen
M5: QS-Freigabegate mit vollständigem mikrobiologischem Nachweispaket. Anlass B5: Chargen werden trotz unzureichender Sterilitätsabsicherung freigegeben.Vorbeugende MaßnahmeTechnische Qualität / SicherheitVorgeschlagen
M6: Container-Closure-Integrity und Transportstress validieren. Anlass B6: Behälter-/Verschlusssystem gefährdet sterile Integrität.Vorbeugende MaßnahmeOperativer FachbereichVorgeschlagen
M7: Reinraumfluss, Druckkaskade und Schleusenabläufe testen. Anlass B7: Herstellumgebung trennt unreine und sterile Materialflüsse unzureichend.Vorbeugende MaßnahmeTechnische Qualität / SicherheitVorgeschlagen
M8: Risikogerechte Wareneingangs-, Bioburden- und Sterilisationskontrollen. Anlass B8: Ausrüstung oder Ausgangsstoffe tragen Bioburden ein.Vorbeugende MaßnahmeOperativer FachbereichVorgeschlagen
M9: Q-Person mit unabhängigem Freigabe-/Sperrrecht definieren. Anlass B9: Unklare Verantwortlichkeit für Stoppen der Produktion verzögert Entscheidung.Vorbeugende MaßnahmeTechnische Qualität / SicherheitVorgeschlagen
M10: Lot-to-customer-Liste und simulierte Rückrufübung vor Freigabe. Anlass B10: Rückverfolgbarkeit reicht für schnellen patientenbezogenen Rückruf nicht aus.Vorbeugende MaßnahmeOperativer FachbereichVorgeschlagen
M11: Frühwarnung an behandelnde Einrichtungen und klinische Diagnostik. Zu verhindernde/zu begrenzende Folge: Invasive Pilzinfektion nach Verabreichung.SchadensbegrenzungNotfallmanagement / QualitätVorgeschlagen
M12: Gezielte klinische Risikoabklärung der exponierten Patienten. Zu verhindernde/zu begrenzende Folge: Schwere neurologische und systemische Komplikationen.SchadensbegrenzungNotfallmanagement / QualitätVorgeschlagen
M13: Koordinierte Behandlungsempfehlungen durch zuständige Gesundheitsbehörden. Zu verhindernde/zu begrenzende Folge: Stationäre Behandlung über längere Zeit.SchadensbegrenzungNotfallmanagement / QualitätVorgeschlagen
M14: Schnelle Rückverfolgung und Warnung an Patienten/Einrichtungen. Zu verhindernde/zu begrenzende Folge: Todesfälle unter exponierten Patienten.SchadensbegrenzungNotfallmanagement / QualitätVorgeschlagen
M15: Unabhängige Stichprobe und Trendkontrolle zur Beherrschung des Faktors Ungenügende Inspektions-/Monitoringqualität.SicherungsmaßnahmeSafety-/QualitätsmanagementVorgeschlagen
M16: Sperrgate und dokumentierte Eskalation zur Beherrschung des Faktors Schutzsystem wird durch organisatorische Abweichung überbrückt.SicherungsmaßnahmeSafety-/QualitätsmanagementVorgeschlagen
M17: Kombinierte Worst-Case-Prozesssimulation zur Beherrschung des Faktors Mehrere gleichzeitige Fehler verkürzen die Eingriffszeit.SicherungsmaßnahmeSafety-/QualitätsmanagementVorgeschlagen
M18: Direktalarmierung und Eskalationsübung zur Beherrschung des Faktors Alarm erreicht entscheidende Rolle verspätet.SicherungsmaßnahmeSafety-/QualitätsmanagementVorgeschlagen
M19: RACI und Notfallstabübung zur Beherrschung des Faktors Verantwortlichkeiten im Notfall sind nicht eindeutig.SicherungsmaßnahmeSafety-/QualitätsmanagementVorgeschlagen
M20: Ereignisbezogenes Tracking mit Wirksamkeitskontrolle zur Beherrschung des Faktors Folgebetroffene bleiben mangels Rückverfolgbarkeit unerkannt.SicherungsmaßnahmeSafety-/QualitätsmanagementVorgeschlagen
4

Abschluss

Ergebnis: 20 Maßnahmen · 0 erledigt
Analyst / Unterschrift: Interdisziplinäres Muster-Team, quellenbasierte Rekonstruktion
Datum / Revision: 2026-10-25
Bow-Tie-Risikoanalyse AI · Maßnahmen / Abschluss2 / 2 · 5.11.2026
Learn Experience
QUALITY · KVP · OPEX · KI

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