Zu Beginn steht ein komplexes Thema oder ein abstraktes Problem, das für die Gruppe aktuell von Relevanz ist. Die Teilnehmenden erhalten eine Auswahl an Bausteinen unterschiedlicher Formen und Farben, die als universelles Vokabular für die Übersetzung ihrer Gedanken dienen. Ein klarer Fokus auf die Zielsetzung der Erklärungsaufgabe bildet die notwendige inhaltliche Leitplanke für den Prozess.
Wissen · Methode · Anwendung
Brick ExplainIT AI
Ein einziges Explain-Promptfeld mit Thema, Name und persönlichem Hintergrund. Die KI entwickelt daraus ein visuelles Brick-Modell, eine Kernaussage und die Bedeutung der Bausteine auf einem A4-Querformblatt. Ohne Workshopphasen, Cluster, Bewertungen oder Maßnahmen.
Ein Thema erklären und als Brick-Modell sichtbar machen
- BRICK Framework
Methodenbeschreibung
Brick ExplainIT
Redaktionsstand: 15.10.2026
Definition
Brick ExplainIT ist eine kreative und haptisch orientierte Methode, die darauf abzielt, komplexe Sachverhalte durch den aktiven Bauprozess mit Kunststoffbausteinen zu vereinfachen und begreifbar zu machen. Indem Teilnehmende abstrakte Konzepte, Zusammenhänge oder Prozessabläufe physisch in dreidimensionale Modelle übersetzen, aktivieren sie ihre kognitiven Fähigkeiten auf einer anderen Ebene als bei rein verbaler Kommunikation. Die haptische Auseinandersetzung erzwingt eine Reduktion auf das Wesentliche, da jeder Stein symbolisch für einen spezifischen Aspekt des Modells steht. Diese Methode löst das Problem der mangelnden gemeinsamen Vorstellung bei komplexen Themen, indem sie Wissen externalisiert und für alle Beteiligten physisch zugänglich macht. So entsteht ein gemeinsames Verständnis, das über bloßes Zuhören hinausgeht und tiefere Einsichten ermöglicht.
Einordnung in die Themenbereiche
Brick ExplainIT ist fest in der systemischen Organisationsentwicklung sowie im agilen Wissensmanagement verankert. Durch die Nutzung von Bauobjekten als Kommunikationsbrücke gehört sie zu den aktivierenden Lernmethoden. Sie unterstützt Teams dabei, komplexe Problemstellungen methodisch zu strukturieren und implizites Wissen in explizite Modelle zu überführen, was sie zu einem unverzichtbaren Werkzeug für moderierte Diskursformate macht.
Ziele
- Kompression komplexer Sachverhalte auf ihre wesentlichen funktionalen Kernkomponenten.
- Herstellung eines einheitlichen, geteilten Verständnisses innerhalb einer heterogenen Gruppe.
- Förderung des aktiven Zuhörens durch visuelle und haptische Modellunterstützung.
- Abbau von mentalen Barrieren durch spielerische, konstruktive Auseinandersetzung.
- Identifikation von inhaltlichen Lücken oder logischen Widersprüchen im System.
Wirkkette
In dieser Phase transformieren die Teilnehmenden ihre mentalen Konzepte in physische Modelle. Dieser Prozess erfordert eine bewusste Auswahl und Anordnung der Steine, wobei jede Komponente einem spezifischen inhaltlichen Element entspricht. Durch das Bauen werden implizite Annahmen reflektiert, während der Austausch über das entstehende Bauwerk die Perspektiven der anderen Gruppenmitglieder integriert und logische Brüche direkt sichtbar macht.
Das Ergebnis ist ein physisches, dreidimensionales Modell, das die Logik, Zusammenhänge und wesentliche Akteure des behandelten Themas repräsentiert. Dieses Modell dient als externer Speicher für das kollektive Wissen. Es wird ergänzt durch eine strukturierte Erläuterung der Metaphern und Zusammenhänge, die im Modell verbaut wurden, wodurch das komplexe Thema nun in einer allgemein zugänglichen Form vorliegt.
Als direkter Nutzen resultiert ein tiefgreifendes, geteiltes Verständnis des behandelten Themenbereichs. Alle Teilnehmenden können den erklärten Sachverhalt am Modell nachvollziehen, was die Basis für weitere Diskussionen oder Entscheidungen bildet. Missverständnisse werden durch den direkten Verweis auf die gebauten Elemente unmittelbar identifiziert, was die fachliche Klarheit innerhalb der Gruppe signifikant erhöht und die Kommunikation effizienter gestaltet.
Langfristig etabliert Brick ExplainIT eine Kultur der methodischen Klarheit und des gegenseitigen Verständnisses. Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte haptisch zu modellieren, steigert die Problemlösungskompetenz des gesamten Teams. Organisationen profitieren von einer beschleunigten Lernkurve und einer höheren Qualität in der Entscheidungsfindung, da komplexe Zusammenhänge frühzeitig durchschaut und kritische Wissenslücken in realen Projekten präventiv geschlossen werden.
Schritte der Methode
- 1
Themenfokus definieren
Zu Beginn wird der spezifische Sachverhalt, der erklärt werden soll, präzise eingegrenzt. Es wird festgelegt, welcher Aspekt des Systems oder Prozesses im Fokus der Modellierung steht, um eine inhaltliche Verzettelung während der Bauphase zu vermeiden und die Zielrichtung für alle Beteiligten transparent zu gestalten.
- 2
Haptische Phase
Die Teilnehmenden erhalten Zeit, ihr Verständnis des Themas eigenständig in eine physische Form aus Bausteinen zu übersetzen. Dabei liegt der Fokus nicht auf ästhetischer Perfektion, sondern darauf, logische Beziehungen und funktionale Zusammenhänge durch die Auswahl, Platzierung und Verknüpfung der Bauteile abzubilden und strukturell greifbar zu machen.
- 3
Modell-Storytelling
In dieser Phase erläutern die Teilnehmenden ihr jeweiliges Modell innerhalb der Gruppe. Sie beschreiben, wofür die gewählten Steine oder Konfigurationen stehen und wie die Zusammenhänge innerhalb ihres Entwurfs zu verstehen sind. Dieser Prozess des Erklärens festigt das eigene Verständnis und macht die individuellen Denkmuster für andere nachvollziehbar.
- 4
Synthese und Vergleich
Nach der Präsentation werden die verschiedenen Modelle kritisch verglichen. Gemeinsamkeiten werden hervorgehoben und Abweichungen in der Interpretation des Themas identifiziert. Die Gruppe diskutiert die Unterschiede, hinterfragt Annahmen und integriert wertvolle Aspekte zu einem konsolidierten Gesamtmodell, das die verschiedenen Perspektiven der Teammitglieder in einem gemeinsamen Bild zusammenführt.
- 5
Reflexion und Transfer
Der letzte Schritt widmet sich der Übertragung der Erkenntnisse in die Praxis. Die Gruppe reflektiert, was das gemeinsame Modell für das tatsächliche Vorgehen im Arbeitsalltag bedeutet. Offene Fragen werden geklärt und konkrete nächste Schritte definiert, die direkt auf dem in der Modellierung erarbeiteten Konsens aufbauen.
Anwendungsgebiete
- Klärung komplexer Prozessabläufe in der Produktion.
- Entwicklung gemeinsamer Visionen für Projektteams.
- Strukturanalyse innerhalb von organisatorischen Veränderungsprozessen.
- Einführung neuer Strategien oder komplexer technischer Konzepte.
- Konfliktlösung durch Visualisierung unterschiedlicher Standpunkte.
- Wissensvermittlung in Workshops mit heterogenen Teilnehmergruppen.
Freigeschaltete Beispiele
Diese Beispiele sind vollständig freigegeben und auch im separaten Beispiele-Schritt verfügbar.
BRICK ExplainIT AI erklärt sich selbst · Komplexes einfach erklären
Neutrale visuelle Lernpräsentation mit acht didaktisch geführten Szenen zu den Einsatzmöglichkeiten von BRICK ExplainIT AI. Physisch bauen, KI-Visualisierung und Hybridarbeit; Reflexion, Human-in-the-Loop und Transfer. Redaktionelles Lehrbeispiel ohne reale Unternehmensdaten.
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Brick ExplainIT erklärt sich selbst
Aktuelles Beispiel mit eigener Bildüberschrift, sachlicher Modellbeschreibung, Erklärung und Fazit auf einer A4-Querseite.
Grenzen der Methode
- Zeitintensität bei sehr großen Gruppen oder komplexen Systemen.
- Abhängigkeit von der Bereitschaft der Teilnehmenden zur haptischen Arbeit.
- Gefahr der Oberflächlichkeit, wenn die Modellierungsregeln unklar bleiben.
- Mögliche Ablenkung durch das spielerische Element der Bausteine.
- Einschränkung bei Themen, die rein abstrakt oder philosophisch bleiben.
Wir beraten dich gerne persönlich.
Tool + KI
Was verändert sich gegenüber der Arbeit mit Excel, Word, Papier oder einer freien Arbeitsfläche? Schalte jede Karte zwischen „Ohne unser Tool“ und „Mit Tool“ um.
Struktur & Überblick
- Eine Erklärung wird in Word geschrieben; das passende Modellbild wird separat entwickelt.
- Vorlage und Zuordnung der Informationen müssen selbst aufgebaut und gepflegt werden.
Analyse & Klarheit
- Kernaussage und Bedeutung der Bausteine werden aus Text und Modell manuell ausformuliert.
- Ergänzende Perspektiven und Prüffragen werden im Team eigenständig erarbeitet.
Ergebnis & Weiterarbeit
- Bild, Botschaft und Modellbedeutung werden manuell zu einer Präsentationsseite gestaltet.
- Änderungen müssen in der zusammengeführten Ergebnisdarstellung nachgezogen werden.
Der Vergleich zeigt typische Arbeitsweisen, keine garantierte Zeitersparnis. Auch Office-Werkzeuge können die Methode abbilden; der Unterschied liegt in der vorbereiteten Struktur und den beschriebenen Funktionen. Der Schalter aktiviert keine KI und verändert keine Projektdaten. KI-Funktionen sind nur mit entsprechender Freigabe nutzbar.
Zum Abschluss
Brick ExplainIT AI ergänzt den Prozess als digitales Teammitglied, das zur Reflexion anregt. KI unterstützt dabei, die vom Team gebauten Modelle inhaltlich zu spiegeln, kritische Gegenfragen zu stellen und auf logische Lücken in der Argumentation hinzuweisen. Sie fungiert als neutrale Instanz, die neue Perspektiven einbringt. Bei der Anwendung gilt das Prinzip des Human-in-the-Loop: Die Teilnehmenden beurteilen die fachliche Richtigkeit der KI-Hinweise stets selbst, korrigieren Fehlinterpretationen und geben alle erarbeiteten Ergebnisse explizit für den weiteren Prozess frei.
Bei KI-Unterstützung gilt: Die KI unterstützt, ersetzt aber weder die fachliche Bewertung noch Entscheidungen. Im Human-in-the-Loop prüfen Menschen die Vorschläge kritisch, korrigieren sie und geben die Ergebnisse selbst frei. Ob Effizienz und Klarheit tatsächlich steigen, zeigt sich erst in der eigenen Anwendung und anhand realer Ergebnisse.